Kunstauktion 2026

Kunstauktion zu Gunsten verschiedener Institutionen

Die große Kunstauktion 2026 in den Räumen der Sparkasse Marburg-Biedenkopf wurde erfolgreich beendet.

Lesen Sie hier den Bericht aus der örtlichen Presse:

 

Vergnügliche Kunstauktion erbringt 3.500 Euro

Erlös der Veranstaltung des Marburger Lions Clubs soll Bildungs- und Integrationsprojekte für Jugendliche fördern

Von Manfred Hitzeroth

Marburg. Eine Bilderversteigerung als Event: In diesen Genuss kamen die Gäste der Kunstauktion des Lions Clubs Marburg-Elisabeth von Thüringen am Sonntagnachmittag im Veranstaltungsraum der Sparkasse in Marburg. Denn als Auktionator hatte das Team um „Lions“-Präsidenten Thomas Hilberg den ehemaligen Marburger Arbeitsrichter und ausgewiesenen Kunstkenner Hans Gottlob Rühle verpflichtet.

Und Rühle gab alles, um in dem gut gefüllten Raum alle potenziellen Bieter in Kaufstimmung zu bringen. So tanzte der Mann mit dem Hut in seiner Einführungsrede mit einem kurzen Überblick über die Geschichte der Gegenwartskunst und die aktuelle Lage des globalen Kunstmarktes kurzzeitig sogar durch den Raum. Mit profundem Wissen, lockeren Sprüchen und spontanen Geistesblitzen brachte er ein ums andere Mal das Publikum zum Lachen.

Dass diese Kunstauktion des Lions-Clubs überhaupt stattfinden konnte, sei auch der Großzügigkeit der Künstler und einiger Kunstsammler zu verdanken. Denn alle 40 Kunstwerke, die am Sonntag „unter den Hammer“ kamen, wurden gespendet.

Hans Gottlob Rühle:  "Wir liefern Originale“

Alle Werke waren im Veranstaltungssaal jeweils auf Staffeleien ausgestellt, sodass sich die Kunstliebhaber vorab selbst einen Eindruck davon machen konnten, welches Bild sie nachher ersteigern wollten. Bevor es losging mit der Auktion, ordnete Rühle noch kurz die größtenteils von heimischen Künstlern zur Verfügung gestellten Bilder ein. So machte er deutlich, dass der Kreis Marburg-Biedenkopf zwar weder in der Champions League, noch in der Bundesliga des Kunstmarktes mitspielen könne. Das mache aber nichts, denn „wir bieten sinnliche Kunst, die Gefühle vermittelt“. Vielleicht sei es nicht immer handwerklich perfekte Kunst. „Aber wir liefern Originale“, nannte Rühle den Charme der Auktion.

Und dann ging die große Show auch schon los: Helferinnen und Helfer brachten das jeweilige Kunstwerk mit nach vorne und liefen dann damit durch die Reihen, sodass alle Kunstfans es genau betrachten konnten. Als Erstes wurde ein Stillleben von Sabine Schock angepriesen, das alte Wanderschuhe zeigt und schließlich für 30 Euro ersteigert wurde. „30 Euro für die Sicherheit des Lebens“, kommentierte Rühle ganz flapsig. Und dann ging es Schlag auf Schlag, zunächst mit einem Taubenbild. „Eine Friedenstaube für 60 Euro“, meinte Rühle. Und ein Foto von Michelle Bridge, das die Skyline von Frankfurt zeigt, sei doch ein wenig mit dem Turmbau zu Babel vergleichbar, witzelte der Ex-Richter.

Schließlich kam es dann bei einem farbenfrohen Bild des Mardorfer Musikers und Künstlers Werner Eismann, in dem drei Fotografien aus Berlin zu einer interessanten Collage zum Thema „Wasserstraße“ verknüpft waren, zu einem echten Wettbieten. Erst beim Spitzenpreis des Nachmittags von 430 Euro klopfte Rühle dann drei Mal mit dem Hämmerchen – und auch das Eismann-Bild war verkauft.

Auch einige ältere Bilder wurden versteigert. Dazu gehörte beispielsweise das Bildnis einer Regenlandschaft aus dem 19. Jahrhundert im Stil des alten niederländischen Meisters Rembrandt, das für 90 Euro ersteigert wurde. Oder das wohl eine Szene aus Mexiko zeigende, realistische Gemälde eines mit dem Namen „Kg“ signierenden Malers mit dem Titel „Junge mit Mais“. Anschaulich schilderte Rühle, was darauf zu sehen ist: „Der Kerle hat Hunger und isst Mais. Wahrscheinlich würde er auch ein Schweineschnitzel essen, wenn er es bekommen würde.“

Kunsthistorisch spannend wurde es dann noch bei einem Gemälde, das wohl einen spanischen Reiter zeigt, der ein wenig an Don Quijote erinnert. Signiert war das aus dem Jahr 1910 stammende Bildnis mit dem Namen Valadon. Verbirgt sich dahinter ein Original der bekannten französischen Malerin Suzanne Valadon (1865-1938), die auch Muse und Partnerin berühmter Männer wie der Maler Pierre-Auguste Renoir oder Henri de Toulouse-Lautrec war? Der neue Inhaber dieses Kunstwerks, das versteigert wurde, müsste allerdings noch richtig ins Geld gehen, um das von Kunstgutachtern verifizieren zu lassen. Oder er hängt sich das Bild einfach zu Hause ins Wohnzimmer und genießt es.

Die Bilanz des Nachmittags: Insgesamt kam nach Angaben von Lions-Präsident Hilberg eine Summe von 3.500 Euro zusammen. Dieser Erlös fließt schon einmal in den Grundstock für die Bildung eines geplanten Fonds von 10.000 Euro für eine Aktion des Lions Clubs. Mit diesem Geld sollen dann die privaten Ideen von privaten Initiativen für Bildungs- und Integrationsprojekte für Jugendliche gefördert werden. Dazu will der Lions Club demnächst auch noch einen öffentlichen Wettbewerb ins Leben rufen.

Quellenangabe: Oberhessische Presse vom 25.03.2026, Seite 4

 

 


 

 

Vorbericht:

Vielleicht ist auch für Sie bei der interessanten Auktion etwas dabei, wenn der ehemalige Direktor des Arbeitsgerichtes, Herr Rühle, mit seiner Moderation die Bilder versteigert.

Alle Gelder werden in einem Spendentopf gesammelt und verschiedenen Organisationen gespendet. 

Aus der örtlichen Presse lesen Sie hier:

Kunst für Bildung: Auktions-Erlös bleibt in der Region

Lions Club Marburg-Elisabeth von Thüringen will mit Gewinn aus einer Kunstwerke-Versteigerung ein langfristiges Projekt unterstützen

Von Gianfranco Fain

Marburg. Weil es so schön und auch ein großer Erfolg vor anderthalb Jahren war, wagt der Lions Club Marburg-Elisabeth von Thüringen eine Wiederholung der Kunstauktion. Auch dieses Mal soll der Erlös einem gemeinnützigen Zweck zufließen, allerdings unter etwas geänderten Vorzeichen.

Mehr als 100 Interessierte kamen im Oktober 2024 in die Räume der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, um der Versteigerung von über 60 Kunstobjekten beizuwohnen. Letztlich brachte der Auktionator Hans Gottlob Rühle rund 40 Bilder, Fotografien und Skulpturen an Mann oder Frau. Mit dem Erlös von rund 7.000 Euro unterstützte der Lions Club das von seiner damaligen Präsidentin Karin Buder vorgeschlagene Projekt – den Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser.

40 Kunstwerke sind zu ersteigern

Auf diesen Erfolg hin beschlossen die Lions-Mitglieder, erneut eine Kunstauktion zu veranstalten, und wandten sich mit ihrer Idee an lokale Künstlerinnen und Künstler. Diese ließen sich leicht für die Aktion begeistern, geht es doch erneut darum, mit dem Erlös wieder einen sozialen Zweck zu fördern, wenn auch anders als bei der ersten Auflage. Es kamen schnell mehr als die angestrebten 40 Kunstobjekte für die Versteigerung zusammen. Zu den Spendern gehören unter anderem Dr. Sabine Schock, die drei Malerinnen der Cölber Mühle, Michelle Bridge, Peter Jacobi, Katja Beilke, Bettina und Joseph Hannsz oder auch Rita und Rule von Straßen. Die beiden ehemaligen Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte in Marburg stellen antike Bilder zur Verfügung.

Diese Exponate sind derzeit in den Räumen der Hauptstelle der Sparkasse Marburg-Biedenkopf zu sehen. Das heimische Geldinstitut unterstützt erneut die Aktion der Lions, und das „sehr gern“, versichert Dr. Karoline Kahl vom Vorstand. Die Ausstellung wertet die zweckdienlichen Räume der Sparkasse auf, findet Kahl, die das Vorhaben der Lions als „spannendes Projekt“ bezeichnet.

Denn anders als im Jahr 2024 steht der Zweck, für den der gesamte Versteigerungserlös zur Verfügung gestellt wird, bisher nicht fest. Die Lions haben sich für die Idee ihres neuen Präsidenten Thomas Hilberg begeistern lassen und planen zum ersten Mal, einen Preis mittels eines öffentlichen Wettbewerbs zu vergeben.

Hans Gottlob Rühle mimt wieder den Auktionator

Wie Hilberg erläutert, richtet sich der Aufruf der Lions für die Vergabe an Verbände, Initiativen, aber auch Privatleute, die sich mit neuen, innovativen Ideen zur Bildung und Integration für Kinder und Jugendliche in der Region um ein Fördergeld bewerben wollen. Der oder die Preisträger können mit einer einmaligen oder auch längerfristigen finanziellen Förderung zum Realisieren ihrer Projektidee rechnen. Dafür möchte der Lions Club insgesamt 10.000 Euro zur Verfügung stellen, wozu der Erlös der Versteigerung einen Großteil beitragen soll.

Über die Vergabe des Preises wird eine unabhängige Jury entscheiden, die sich aus Mitgliedern des Lions Club und des öffentlichen Lebens zusammensetzt. Wie Thomas Hilberg betont, wird sich die Jury „gerne von guten Ideen überzeugen“ lassen, die auch abseits der üblichen Wege führen können, weshalb Vorschläge „out of the box“ ausdrücklich erwünscht sind.

Die Projekte sollen gut verständlich und nachvollziehbar beschrieben werden – dazu können Skizzen oder aber auch einige wenige Seiten der Beschreibung unter der Überschrift „Lions Club Marburg-Elisabeth von Thüringen-Ideenwettbewerb“ eingereicht werden.

Garant für eine unterhaltsame Versteigerung, die am Sonntag, 22. März, in den Räumen der Sparkasse ab 15 Uhr stattfindet, ist Hans Gottlob Rühle. Dem Lions Club gelang es, den ehemaligen Marburger Amtsgerichtsdirektor und Kunstsammler erneut als Auktionator zu gewinnen. Mit seiner Wortgewandtheit wird er über Hintergründe der Kunstwerke berichten, um diese an die Meistbietenden zu bringen.

Eine Auswahl der zur Versteigerung stehenden Bilder und Fotografien ist zurzeit in der Hauptstelle der Sparkasse Marburg-Biedenkopf zu sehen, eine sich ständig vermehrende Auswahl kann auch auf der Lions-Website unter https://marburg-elisabeth-von-thueringen.lions.de/kunstauktion-maerz-2026 betrachtet werden.
Quellenangabe: Oberhessische Presse vom 12.03.2026, Seite 5